10x20x30-Initiative zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung: METRO und mehr als 30 Lieferanten schließen Phase 1 ab

29. September 2021
Über 10 der weltweit größten Lebensmittelhändler und -anbieter haben sich 2019 verpflichtet, mit mindestens 20 ihrer Lieferanten ein Konzept für die gesamte Lieferkette zu erarbeiten, um Lebensmittelverluste und -abfälle bis 2030 zu halbieren. METRO und seine teilnehmenden Lieferanten starten nun in Phase 2.
METRO kämpft gegen Lebensmittelverschwendung

METRO kämpft gegen Lebensmittelverschwendung

Die METRO AG kann heute bekannt geben, dass das Unternehmen und mehr als 30 seiner wichtigsten Lieferanten im Rahmen der ersten Phase der 10x20x30-Initiative zur Vermeidung von Lebensmittelverlusten und -verschwendung in Wertschöpfungsketten grundlegende Messungen der Lebensmittelverluste in ihren Betrieben durchgeführt oder sich dazu verpflichtet haben. An der Initiative 10x20x30 sind die METRO AG und 11 weitere der weltweit größten Lebensmittelhändler und -unternehmen beteiligt, die gemeinsam mit jeweils mindestens 20 ihrer Lieferanten daran arbeiten, Lebensmittelverluste und -abfälle bis 2030 zu halbieren.

„Lebensmittelverschwendung aktiv zu bekämpfen ist eines der wichtigsten Themen in unserer Nachhaltigkeitsstrategie bei METRO. Neben unserem eigenen Ziel, Lebensmittelverluste in unseren eigenen Betrieben bis 2025 zu halbieren, haben wir uns im Rahmen der 10x20x30-Initiative verpflichtet, gemeinsam mit Partnern in unseren Wertschöpfungsketten zusammenzuarbeiten, um auch sie dabei zu unterstützen, ihre Ziele zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen zu erreichen. Die Tatsache, dass unsere Lieferanten mit uns zusammenarbeiten und wir Fortschritte sehen, motiviert uns noch mehr, unsere Bemühungen und Beiträge zur Erreichung des SDG 12.3 in unserem Unternehmen und in der gesamten Branche zu verstärken“, sagte Veronika Pountcheva, Global Director Corporate Responsibility der METRO AG.

Mehr als 30 Lieferanten: Zusammenarbeit ist der Schlüssel

Zu den teilnehmenden Lieferanten von METRO gehören unter anderem Unilever, FarmFrites, Kellogg, Kluth, Mars, Mondelez, Nestle, Reis und Barilla Gida. Seit September 2020 hat sich jeder der mehr als 30 Lieferanten, mit denen METRO zusammenarbeitet, dazu verpflichtet:

  • die Lebensmittelabfälle in den eigenen Betrieben bis 2030 um 50 % zu reduzieren
  • ihre Bestände an Lebensmittelabfällen zu messen und zu veröffentlichen und
  • umsetzbare Strategien zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen zu entwickeln

METRO Türkei, die türkische Tochtergesellschaft des Großhandelsspezialisten, beteiligt sich ebenfalls an der 10x20x30-Initiative. CEO Sinem Türüng dazu: „Da sich Lebensmittelverluste und -abfälle negativ auf die Umwelt und die Wirtschaft auswirken, ist es von entscheidender Bedeutung, gemeinsam mit allen Beteiligten Maßnahmen zu ergreifen, um diese zu verhindern. Bei METRO Türkei verfolgen wir einen ganzheitlichen Ansatz, der die gesamte Lebensmittelwertschöpfungskette umfasst. Um gegen Lebensmittelverluste und -verschwendung vorzugehen, arbeiten wir mit 3 Säulen: Reduzierung der Lebensmittelverschwendung in unseren eigenen Betrieben, Durchführung von Projekten zur Sensibilisierung unserer professionellen Kunden und Einbeziehung der gesamten Wertschöpfungskette mit der Initiative 10x20x30.“

„Wir sind der Meinung, dass die Wirkung umso größer ist, je breiter die Bemühungen zur Bekämpfung der Lebensmittelverschwendung sind, die zu einem globalen Problem geworden ist. Wir bei Reis sind stolz darauf, Teil dieser wertvollen Bemühungen zu sein, eine lebenswerte Welt an künftige Generationen weiterzugeben“, sagte Mehmet Reis, Vorstandsvorsitzender von Reis Gida, einer der engagierten Lieferanten, der mit METRO in der 10x20x30-Initiative zusammenarbeitet.

Mit dem Start von Phase 2 werden METRO und die teilnehmenden Lieferanten nun proaktive Schritte einleiten, um ihre jeweiligen Lebensmittelabfall-Hotspots zu reduzieren. Zu den Maßnahmen gehören betriebliche Effizienzsteigerungen, Spenden von überschüssigen Lebensmitteln und der Einsatz modernster technischer Lösungen. METRO bekämpft zum Beispiel Lebensmittelverluste und -verschwendung in seinem eigenen Geschäftsbetrieb durch:

  • Verbesserung der Betriebsabläufe zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen an der Quelle mit besonderem Augenmerk auf Verfallsdatum, Handhabung, Transport und Lagerung
  • Spenden über Lebensmittelbanken; in 22 der 24 Länder, in denen der Großhandelsspezialist Märkte betreibt, unterhält er langfristige Partnerschaften mit lokalen Lebensmittelbanken
  • Wiederverkauf von Lebensmitteln kurz vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum über innovative Lösungspartner wie Too Good To Go und Marktplätze wie Sir Plus oder Motatos
  • Nutzung und Förderung technologischer Lösungen wie Whole Surplus in der Türkei, Wasteless in Polen und KITRO in Deutschland

Über die 10x20x30-Initiative

Zu den an der 10x20x30-Initiative beteiligten Lebensmittelhändlern und -herstellern gehören AEON, Ahold Delhaize, Carrefour, IKEA Food, Kroger, METRO AG, Migros (Türkei), Pick n Pay, The Savola Group, Sodexo, Tesco und Walmart. Darunter sind 6 der größten Lebensmitteleinzelhändler der Welt, der zweitgrößte Lebensmitteldienstleister der Welt und führende Lebensmittelhändler in Regionen wie dem südlichen Afrika, dem Nahen Osten und Japan. Zusammengenommen sind die Teilnehmer in mehr als 80 Ländern tätig.

10x20x30 wurde 2019 auf dem von Champions 12.3 ausgerichteten Jahresgipfel für Lebensmittelverluste und -verschwendung öffentlich vorgestellt. Champions 12.3 ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Führungskräften aus Wirtschaft, Regierung und Zivilgesellschaft, der sich verpflichtet hat, zum Handeln zu motivieren, um das Ziel 12.3 der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung (SDG) zu erreichen. Dieses Ziel sieht vor, Lebensmittelverluste und -abfälle bis 2030 weltweit um 50 % zu reduzieren. Champions 12.3 inspirierte zu und half bei der Entwicklung der Initiative 10x20x30, die mit dem World Resources Institute (WRI) als Co-Sekretariat und federführendem Anbieter für technische Unterstützung für Einzelhändler und Lieferanten umgesetzt wird. Durch finanzielle Fördermittel der Walmart Foundation an das WRI werden Schulungen und technische Hilfe für Lebensmittellieferanten zur Reduzierung von Lebensmittelverlusten und -abfällen unterstützt.

„Die Reduzierung von Lebensmittelverlusten und -abfällen ist ein dreifacher Gewinn in Bezug auf Lebensmittelsicherheit, wirtschaftliche Einsparungen und Umweltschutz“, sagt Craig Hanson, ein Vizepräsident des WRI. „Da ein so großer Teil der weltweiten Lebensmittel durch die Wertschöpfungsketten der Unternehmen fließt, sind die gemeinsamen Maßnahmen dieser Unternehmen von entscheidender Bedeutung für die Halbierung der Lebensmittelverschwendung auf unserem Planeten.“

Das Paradox der Lebensmittelverschwendung

Jedes Jahr geht mehr als ein Drittel aller weltweit produzierten Lebensmittel verloren oder wird verschwendet. Diese Menge an Lebensmittelverlusten und -verschwendung entspricht jährlich wirtschaftlichen Verlusten in Höhe von 1 Billion US-Dollar und ist für 8-10 % der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich, die die Klimakrise verursachen. Aus einer aktuellen Studie des WWF geht hervor, dass die jährliche Menge an Lebensmittelverlusten und -verschwendung sogar doppelt so hoch sein könnte wie bisher angenommen, da rund 1,2 Milliarden Tonnen Lebensmittelabfälle bereits auf den Feldern anfallen. Während jährlich Unmengen an Lebensmitteln verloren gehen oder verschwendet werden, ist weltweit einer von zehn Menschen unterernährt und mehr als 800 Millionen Menschen leiden an Hunger.

METRO: Auf dem Weg zu seinen Nachhaltigkeitszielen

10x20x30 ist eine von mehreren Initiativen, mit denen METRO seine Nachhaltigkeitsagenda vorantreibt, die drängende Themen wie den Schutz des Klimas, der Ressourcen und der Artenvielfalt umfasst. Um Lebensmittelverschwendung und Hunger zu bekämpfen, arbeitet der internationale Großhandelsspezialist beispielsweise in einer langjährigen Partnerschaft mit dem World Food Programme (WFP) zusammen. Mit verschiedenen Spendenprogrammen unterstützen METRO, seine Mitarbeiter und Kunden das WFP, um die Verfügbarkeit und Sicherheit von Lebensmitteln auf der ganzen Welt zu verbessern. Dazu zählen auch gespendete Arbeitsstunden, die dazu dienen technische Einzelhandelsstrukturen aufzubauen, die das WFP beispielsweise in Flüchtlingslagern in Krisenregionen weltweit einsetzt. METRO unterhält darüber hinaus Partnerschaften mit Lebensmittelbanken in 22 der 24 Länder, in denen das Unternehmen seine Stores betreibt. In vielen dieser Länder war das Großhandelsunternehmen aktiv an der Einrichtung von Lebensmittelbank-Systemen beteiligt.

Um seine Profikunden in der Gastronomie und im unabhängigen Einzelhandel dabei zu unterstützen, sich wandelnde Verbraucherwünsche zu erfüllen, baut der Großhandelsspezialist sein Angebot an biologischen, regionalen und verantwortungsvollen Produkten sowie an bewussten Proteinen und Fleischalternativen stetig aus. Darüber hinaus strebt METRO an, bis zum Jahr 2040 im eigenen Betrieb klimaneutral zu werden und plant dafür Investitionen von rund 1,5 Milliarden Euro für Technologie und Innovation ein.

Über METRO AG
METRO ist ein führender internationaler Großhändler mit Food- und Non-Food-Sortimenten, der auf die Bedürfnisse von Hotels, Restaurants und Caterern (HoReCa) sowie von unabhängigen Händlern spezialisiert ist. Die weltweit über 16 Millionen METRO Kunden können wahlweise in einem der großflächigen Märkte einkaufen, online bestellte Ware dort abholen oder sich beliefern lassen. Mit digitalen Lösungen unterstützt METRO zudem die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmern und Selbstständigen und trägt damit zur kulturellen Vielfalt in Handel und Gastronomie bei. Nachhaltigkeit ist für METRO ein wesentlicher Pfeiler sämtlicher Aktivitäten, seit 7 Jahren ist METRO im Dow Jones Sustainability Index gelistet. Das Unternehmen ist in 34 Ländern aktiv und beschäftigt weltweit mehr als 97.000 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2019/20 erwirtschaftete METRO einen Umsatz von 25,6 Mrd. €.

Zudem berichten wir in unserem Onlinemagazin www.MPULSE.de über das, was unsere Kunden, Mitarbeiter, Partner und Lieferanten bewegt – und was wir für sie bewegen.

Über Champions 12.3
Champions 12.3 ist eine Koalition von Führungskräften aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, die sich zum Ziel gesetzt hat, Ehrgeiz zu wecken, Maßnahmen zu mobilisieren und den Fortschritt bei der Erreichung des nachhaltigen Entwicklungsziels (SDG) 12.3 der Vereinten Nationen zu beschleunigen. Ziel 12.3 fordert die Welt auf, bis 2030 die weltweite Pro-Kopf-Verschwendung von Lebensmitteln im Einzelhandel und bei den Verbrauchern zu halbieren und die Lebensmittelverluste entlang der Produktions- und Lieferketten, einschließlich der Nachernteverluste, zu verringern. Die Regierung des Königreichs der Niederlande und das World Resources Institute fungieren als Co-Sekretariate von Champions 12.3. Weitere Informationen finden Sie unter www.Champions123.org.