METRO Diversity Days 2019

01. März 2019
Zu wissen, dass man nichts weiß. Sich einlassen auf neue Erfahrungen. Aktive Diskussionen mit spannenden Erkenntnissen führen: Das waren die Diversity Days 2019.
METRO Diversity  Day 2019 - #FlaggefürVielfalt

Die erstmal am METRO Campus in Düsseldorf durchgeführten Diversity Days fanden vom 19. bis zum 21. Februar statt. Das Ziel: Das Interesse bei Mitarbeitern für das Thema Vielfalt mit all seinen unterschiedlichen Dimensionen zu wecken, sie zu begeistern und zu sensibilisieren.

 

 

Den Auftakt der „Diversity and Inclusion Days“ machte eine Paneldiskussion mit der Fragestellung: „Gehört LGBT+ an den Arbeitsplatz?“. Veronika Pountcheva, Global Director Corporate Responsibility bei METRO AG, führte durch die Diskussion und gab den Panelteilnehmern Raum, ihre persönliche und berufliche Sichtweise zu erläutern. Neben Heiko Hutmacher, Personalvorstand METRO AG, kamen Sarah Ungar, ThyssenKrupp, Sascha Kuhn, Simmons und Simmons, Stuart B. Cameron, UHLALA und Dr. Jean-Luc Vey, PROUT at Work zu Wort.

Heiko Hutmacher fasste seine berufliche Erfahrung zusammen: "Wenn man mit einer interkulturellen Herausforderung konfrontiert wird, sollte man einfach nie davon ausgehen, dass man die Antwort kennt. Du solltest das Urteil zurückstellen und jemanden aus der jeweiligen Kultur oder Minderheit bitten, dir zu helfen, den Hintergrund zu verstehen." Warum LGBT+ auch ein Thema für den Arbeitsplatz ist, beantwortete der Personalvorstand der METRO AG: "Jeder unserer Mitarbeiter sollte die besten Voraussetzungen finden, um sein volles Potenzial zu entfalten. Sich wohl zu fühlen, ist am Arbeitsplatz unerlässlich. Wenn du so tun musst, wenn du nicht dein eigenes Selbst sein kannst oder wenn du das Gefühl hast, dass du dich verstecken musst, wird dich das daran hindern, dein Bestes zu geben." Sascha Kuhn, Simmons und Simmons, führte das weiter aus. „Arbeitnehmer wollen keine Lippenbekenntnisse vom Arbeitgeber, sondern auch Taten sehen. LGBT+ Kollegen möchten genauso ihr Bild vom Partner auf den Schreibtisch stellen können, wie alle anderen.“ Sarah Unger teilte ihre persönliche Erfahrung – wie ungemein anstrengend es ist, sich ständig zu verstellen. Wie sehr es an einem Menschen zehrt, nicht immer man selbst sein zu können, weil das Umfeld nicht Bescheid weiß. Auch die Zuhörer hatten Fragen – so zum Beispiel zum Thema „Positive Diskriminierung“: Wie schließt man in der Minoritäten-Diskussion die Kollegen mit ein, die offensichtlich die Mehrheit bilden? Denn die Inklusion aller bedeutet, an einem Strang zu ziehen.

Die einhellige Meinung aller am Ende der Paneldiskussion: Wir müssen gemeinsam alle Mitarbeiter einbinden, um keine Kollegen auszuschließen und vor allem, weil es jederfrau und jedermann Bedarf, um Vielfalt am Arbeitsplatz zu leben.

 

Verschiedene Dimensionen erleben

Die sexuelle Dimension von Vielfalt machte zwar den Auftakt der Diversity and Inclusion Days, innerhalb der drei Tage wurden jedoch sämtliche Facetten des Themenkomplexes in den Fokus gerückt.

METRO Mitarbeiter hatten die Möglichkeit, sich über einen Selbstversuch mit der Frage auseinanderzusetzen, wie es ist, wenn Kollegen nichts sehen. Bei einem Blind-Lunch stellte das Team von Corporate Social Responsibilty nicht nur verdunkelnde Brillen zur Verfügung, sondern assistierte auch bei den Herausforderungen wie die Wasserflasche auf dem Tisch zu finden, richtig einzuschenken und das Besteck zu ertasten. „Welche Herausforderungen allein bei einem Essen zu meistern sind, war ein Augen-Öffnendes Erlebnis. Ich habe am Lunch teilgenommen, denn etwas zu erleben ist definitiv viel eindrucksvoller, als sich etwas theoretisch vorzustellen“, kommentierte Sandrine Vinay ihr Blind-Lunch-Erlebnis. Die Themen Generation und Gender wurden an den darauffolgenden Tagen im Panel diskutiert. Hier lautete die: Welche Chancen und Herausforderungen bringt die Generationenvielfalt in die Arbeitswelt?" Interessante Fragenstellungen wurden gemeinsam mit dem Publikum diskutiert, wie beispielsweise zum Kulturwandel, der innerhalb METRO vorangetrieben wird: Sind wir schon da? Gibt es einen Zusammenhang zwischen Veränderungsermüdung und dem Alter von Mitarbeitern? Wie gehen wir als Unternehmen mit verschiedenen Lebensphasen um? Was tun wir, damit Mitarbeiter ihre Komfortzonen verlassen, um bereit für Veränderungen zu sein oder müssen sie es überhaupt? Die Podiumsdiskussion endete mit der Erkenntnis, dass letztendlich nicht das Alter eines Mitarbeiters für seine Motivation entscheidend ist, sondern die Motivation durch Ansichten und Werte bestimmt wird.

Am letzten Tag der Diversity and Inclusion Days bildete eine Podiumsdiskussion den Auftakt zum Thema: Frauen und Netzwerken. Andrea Och, Unternehmensberaterin, Coach und Hauptrednerin, hielt einen Vortrag mit dem Titel: „Wertvolle Beziehungen - deine Top-Investition“: „Es beginnt mit deiner Leistung, aber das ist nur die Eintrittskarte“, so Och. „80 % der Arbeitsplätze werden durch Netzwerken vergeben und alles beginnt mit deinem Ziel.“ Sie gab den Teilnehmern wertvolle Tipps für einfaches Netzwerken und Denkanstöße mit auf den Weg.

Als Lebensmittelspezialist setzte METRO auch kulinarisch auf die Vielfalt der Mitarbeiter: Während der Woche gab es Nationalspeisen aus verschiedenen Ländern. Die Rezeptvorschläge wurden von den Mitarbeitern eingereicht.

Außerdem war die Kunstausstellung #WE ARE PART OF CULTURE auf dem METRO Campus in dieser Woche zu sehen. Die Ausstellung zeigt über 30 LGBT+-Persönlichkeiten von der Antike bis heute, die unsere Gesellschaft und unsere Kultur nachhaltig geprägt haben.