METRO reduziert seinen Plastik-Fußabdruck: Bis 2025 soll das Gesamtgewicht der Kunststoffverpackung im Eigenmarkenbereich um weitere 10 % reduziert werden

17. November 2021
Seit 2014 arbeitet der Großhandelsspezialist an einer ambitionierten Verpackungsoptimierungs-Initiative in seinem Eigenmarkenbereich. Bis heute konnten mehrere hundert Tonnen Verpackungsmüll dauerhaft eingespart werden. Doch Einsparungen sind nur ein Teil der Strategie.
METRO reduziert seinen Plastik-Fußabdruck weiter
  • Seit 2014 arbeitet METRO an Verpackungsoptimierung
  • Im Rahmen seiner Selbstverpflichtung in der New Plastics Economy der Ellen MacArthur Foundation eliminierte METRO zwischen 2018 und 2020 allein knapp 500 Tonnen Plastikverpackung
  • Bis 2025 will der Großhändler das jährliche Gesamtgewicht an Plastikverpackung noch einmal um weitere 10 % reduzieren
  • Ob Entsorgungskosten, Plastic Tax oder Mehrwegpflicht: METRO hat die Herausforderungen seiner professionellen Kunden stets im Blick

Bis 2025 will METRO weitere 10 % am Gesamtgewicht der Kunststoffverpackungen in seinen Eigenmarkensortiment einsparen. Das gab das internationale Großhandelsunternehmen heute im Zusammenhang mit der Veröffentlichung des jährlichen Reports der New Plastics Economy. der Ellen MacArthur Foundation bekannt. In diesem Rahmen berichtet METRO den aktuellen Stand seiner Bemühungen, den eigenen Plastikfußabdruck bis 2025 entschieden zu reduzieren. Das unternehmenseigene Programm zur Verpackungsoptimierung verfolgt verschiedene Ziele, unter anderem den Ausschluss bestimmter oder die Verwendung alternativer Rohstoffe, Pilotversuche mit wiederverwendbaren Verpackungen sowie Testverfahren für effizienteres Recycling. Damit hat das Großhandelsunternehmen auch Lösungen für die Herausforderungen seiner 16 Millionen professionellen Kunden in Gastronomie und unabhängigem Einzelhandel im Blick. Mit der METRO Plastic Initiative schafft METRO zudem einen Rahmen, der Themen wie Recycling und Wertschätzung von Ressourcen bis zu den zahlreichen Gästen transportiert, die täglich bei den METRO Kunden weltweit essen, bestellen oder einkaufen.

Status Quo und neue Ziele

Im Oktober 2018 gab METRO bekannt, seinen eigenen Plastik-Fußabdruck bis 2025 entschieden verringern zu wollen, indem folgende Ziele verfolgt werden:

  • wiederverwendbare, recycelbare oder kompostierbare Alternativprodukte anbieten
  • unsere Kunden in der Übergangsphase unterstützen
  • die Entwicklung hin zu einer Kunststoff-Kreislaufwirtschaft fördern

Bereits seit 2014 arbeitete der Großhandelsspezialist an einer Verpackungsoptimierungsinitiative im Bereich Eigenmarken, in deren Rahmen bis 2018 über 400 Tonnen Verpackungsmaterial dauerhaft eliminiert wurden. Im selben Jahr trat METRO der New Plastics Economy der Ellen MacArthur Foundation bei, mit den Zielen unter anderem bedenkliche und/oder unnötige Kunststoffverpackungen zu vermeiden, Mehrwegverpackung voranzubringen und sicherzustellen, dass 100% der Plastikverpackungen bis 2025 einfach und schnell zu handhaben sind und sicher wiederverwendet, recycelt oder kompostiert werden können. Im „New Plastics Economy Spring Report 2019“ verpflichtete sich METRO zusätzlich, bis 2023 weitere 300 Tonnen Kunststoffverpackung einzusparen. Ein Ziel, dass bereits zum Ende des Geschäftsjahres 2019/20 mit 491 Tonnen dauerhaft eingespartem Kunststoffmaterial übererfüllt werden konnte. Stand heute beteiligen sich 18 METRO Länder sowie die internationalen Einkaufseinheiten aktiv an der Verpackungsoptimierungsoffensive. Dabei steht nicht nur die Reduktion von Kunststoffmaterial im Vordergrund. Verpackungen werden von Beginn an für Recycling gedacht, schädliche Stoffe wie PVC und EPS ersetzt, schwarze Farbpartikel eliminiert. Tausende Verpackungseinheiten wurden so bereits erfolgreich überarbeitet.

Unsere Kunden unterstützen

Weniger Plastik bedeutet weniger Verpackungsmüll für Kunden

Plastik ist ein großes Thema für einen auf Lebensmittel spezialisierten Großhändler wie METRO. Nur mit entsprechender Verpackung lassen sich hohe Qualitäts- und Hygienestandards sowie Produkthaltbarkeit garantieren. Die Herausforderung ist es, Verpackungen so zu konzipieren, dass sie die an sie gestellten Herausforderungen an Qualität und Handling erfüllen, aber einen möglichst geringen ökologischen Fußabdruck haben, indem sie zum Beispiel aus nachwachsenden Rohstoffen, recycelbarem oder Mehrweg-Material gefertigt werden. Von entsprechend konzipierten Verpackungen profitieren auch die 16 Millionen professionellen Kunden der METRO. Weniger Plastik bedeutet weniger Verpackungsmüll und damit eine Entlastung im Bereich der Abfallkosten. Mit Einführung der „Plastic Tax“ auf EU-Ebene steigt zudem die Belastung von Unternehmen, die neu produzierten Kunststoff in ihren Verpackungen verwenden. Die METRO Länder Spanien (2022) und Italien (2023) haben beispielsweise angekündigt, eine entsprechende Besteuerung bereits angekündigt. Weniger Plastik, vor allem in Form von neu produziertem Kunststoff, bedeutet auch hier eine finanzielle Entlastung.

Mit der Verwendung von besseren Materialien beweisen Gastronomen und unabhängige Einzelhändler zudem gegenüber ihren Kunden, dass sie sich mit dem hochsensiblen Thema auseinandersetzen. 26% weniger Kunststoffmaterial fallen zum Beispiel bei der Verpackung von bestimmten Wurstspezialitäten unter METRO Eigenmarke an. Das heißt nicht nur weniger Verpackungsmüll für die Kunden, sondern auch 28% mehr Einheiten pro Palette, die METRO an seine Märkte distribuiert – und damit weitere positive ökologische Effekte. Die Beutel der METRO Chef Bio Möhren sind komplett kompostierbar und die Umverpackung von Eigenmarken-Einmaltellern wurde zum Beispiel durch Cellulose ersetzt und ist damit nun zu 100% plastikfrei. Mit überarbeiteten, eindeutigen Symbolen informiert METRO auf den Eigenmarkenverpackungen seine professionellen Kunden über die verwendeten Materialien, deren Überarbeitung und Recyclingfähigkeit.

Überarbeitete Symbole informieren METRO Kunden über die Verpackungsbestandteile

Kreislaufwirtschaft fördern

Durch die Covid-19-Pandemie haben Bestell- und Lieferservices in der Gastronomie exponentielles Wachstum erfahren und damit auch die Nachfrage nach entsprechenden Lieferverpackungen. METRO konnte darauf mit einem breiten Sortiment reagieren, dass teils kompostierbare Verpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen wie Bagasse, Papier und Karton oder Bambus umfasst. Ab 2023 sind Gastronomen in Deutschland darüber hinaus aufgefordert, für alle To-Go-Lösungen auch Mehrwegoptionen anzubieten, also Geschirr, dass zum Beispiel in einem Pfandsystem rotiert. METRO plant in der eigenen Unternehmensgastronomie, die am Düsseldorfer Campus mittlerweile über ein Liefersystem verfügt, ein entsprechendes Mehrwegsystem zu testen, um Erfahrungswerte zu sammeln und mit den eigenen Kunden zu teilen.

Ein weiteres Mehrwegsystem auf Marktebene testet die Ländergesellschaft METRO Frankreich in 10 ausgewählten METRO Stores in der Region Ile-de-France ab Anfang 2022. Gemeinsam mit der vom Recyclingunternehmen TerraCycle initiierten Lösung LOOP können Kunden dann Schnelldreher wie Olivenöl, Mayonnaise oder Saucen in pfandpflichtigen Mehrwegbehältern kaufen, die leer im Markt retourniert, professionell aufbereitet und anschließend wieder neu abgefüllt werden können.

Digitale Wasserzeichen sollen Recyclingprozesse entscheidend verbessern

Mit seiner Zugehörigkeit zum Projekt HolyGrail 2.0 unterstützt METRO darüber hinaus eine industrieumspannende Initiative, die die Recyclingfähigkeit von Verpackungen durch ein System digitaler Wasserzeichen erhöhen will. Briefmarkengroß flächendeckend auf die Verpackung gedruckt, sollen die Codes entsprechender Technologie in Sortieranlagen genau übermitteln können, wie sie zu recyceln sind. Ein erster semi-industrieller Test läuft derzeit im Amager Resource Center in Kopenhagen. METRO prüft derweil, mit welchen Eigenmarkenverpackungen in die Testreihe eingestiegen werden kann. Über 130 Unternehmen und Organisationen haben sich der Initiative seit ihrem Start im September 2020 angeschlossen. HolyGrail 2.0 wird durch den Europäischen Markenverband AIM geleitet und von der Alliance to End Plastic Waste unterstützt.

METRO unterstützt darüber hinaus den Aufbau von Recycling- und Entsorgungssystemen in Ländern, die noch keine entsprechende Infrastruktur haben. In Frankreich können METRO Kunden beispielsweise ihren Plastikmüll kostenfrei in entsprechenden Containern auf ausgewählten METRO Parkplätzen recyceln. In der Ukraine bietet METRO seinen Kunden im Rahmen der Null-Abfall-Strategie 11 Abfallsammelstellen sowie Rücknahmeautomaten für Plastikgetränkeflaschen an.

METRO Plastic Initiative

Im Juni 2021 startete METRO gemeinsam mit dem kanadischen Sozialunternehmen Plastic Bank, 14 ausgewählten globalen Lieferanten und dem Eigenmarkensortiment sowie seinen 16 Millionen professionellen Kunden die METRO Plastic Initiative. Mit dieser Initiative rückt METRO Produkte mit nachhaltigeren Verpackungen ins Rampenlicht und sensibilisiert seine Kunden für ein verantwortungsvolles Kaufverhalten und die Bedeutung von Recycling. Bei entsprechenden Aktionen im Markt wird die Aufmerksamkeit der Kunden auf das Thema Verpackung und Entsorgung gelenkt.

Viele Menschen treiben die Themen Plastikmüll und Verschmutzung der Ozeane um. METRO gibt seinen professionellen Kunden mit der METRO Plastic Initiative die Möglichkeit, den Konsumenten in ihren Restaurants, Bars, Cafés und Kiosken zu zeigen, dass sie Verantwortung übernehmen – und sogar darüber hinausgehen. Denn der METRO Partner Plastic Bank arbeitet mit Sammlern in verarmten Küstenregionen zusammen, die wild entsorgten Plastikabfall in den lokalen Sammelstellen der Plastic Bank gegen Guthaben eintauschen, mit dem sie sich und ihre Familien zum Beispiel mit Lebensnotwendigkeiten oder Zugang zu Bildung versorgen können. Das gesammelte Plastik wiederum wird in den Stoffkreislauf zurückgeführt, indem es aufbereitet und als Social Plastic® für die Herstellung neuer Verpackungen angeboten wird. Allein im ersten Jahr der Partnerschaft will die METRO Plastic Initiative 65 Millionen Plastikflaschen, das Äquivalent von über 1,3 Millionen Kilo Plastikmüll, auf ihrem Weg in die Ozeane stoppen.

Gemeinsam mit Plastic Bank bekämpft METRO die Plastikverschmutzung der Ozeane an der Quelle