METRO mit schneller Umsatzerholung in Q3 2019/20, berichtetes EPS wächst auf 1,41 € (Vorjahr 0,32 €)

05. August 2020
Die METRO AG hat im 3. Quartal 2019/20 einen flächenbereinigten Umsatzrückgang von -17,5 % im Vergleich zum Vorjahr aufzuweisen. Dabei haben sich die staatlichen Maßnahmen im Kontext der COVID-19-Pandemie insbesondere in der ersten Hälfte des 3. Quartals 2019/20 spürbar auf die Geschäftsentwicklung von METRO ausgewirkt.

Vorjahresanpassung auf fortgeführte Aktivitäten (ohne Real, ohne METRO China) und aufgrund voll rückwirkender Anwendung des IFRS 16 (Leasingverhältnisse)

  • Flächenbereinigter Umsatz im 3. Quartal 2019/20 bei -17,5 % aufgrund der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie
  • Deutlich positiver Trend von April (-26,4 %) zu Mai (-19,4 %) und zu Juni (-6,7 %)
  • Trader- & SCO-Umsätze wachsen deutlich über Vorjahr, HoReCa-Umsätze erholen sich im Quartalsverlauf schnell und über Marktniveau
  • Nachhaltiger Turnaround in Russland
  • EBITDA bereinigt (ohne Transformationskosten und Ergebnisbeiträge aus Immobilientransaktionen) liegt im 3. Quartal 2019/20 bei 175 Mio. € (Q3 2018/19: 373 Mio. €)
  • Periodenergebnis aus fortgeführten Aktivitäten entfallend auf die METRO Anteilseigner beträgt -140 Mio. € (Q3 2018/19: 90 Mio. €). Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Aktivitäten liegt bei -0,38 € (Q3 2018/19: 0,25 €).
  • Berichtetes Periodenergebnis entfallend auf die METRO Anteilseigner beträgt 512 Mio. € (Q3 2018/19: 115 Mio. €). Berichtetes Ergebnis je Aktie liegt bei 1,41 € (Q3 2018/19: 0,32 €).
  • Netto-Mittelzufluss von rund 1,9 Mrd. € und entsprechende Entschuldung aus erfolgreichem Verkauf der Mehrheitsbeteiligung an METRO China und des SB-Warenhausgeschäfts
  • Transaktionserlöse sowie ein sich stabilisierendes Geschäftsergebnis stärken die Bilanz und legen Grundstein für Dividendenkontinuität

Im April sank der flächenbereinigte Umsatz aufgrund des kompletten Lockdowns der Gastronomie auf rund 75 % des Vorjahresumsatzes. Durch erste Lockerungen im Mai und einer von METRO aktiv unterstützten Umstellung der Gastronomie auf Take-away und Lieferangebote lag der Umsatz im Mai bei rund 80 % des Vorjahres. Durch den erweiterten Neustart der Gastronomie lag der flächenbereinigte Umsatz im Juni wieder bei rund 95 % des Vorjahresumsatzes. Mit Beginn des wiedererstarkenden Tourismusgeschäfts erreichte der METRO Gesamtumsatz zu Beginn des 4. Quartals wieder Vorjahresniveau. Die schnelle Erholung ist vor allem das Ergebnis des flexiblen Kanalangebotes mit Belieferungs- und Stationärgeschäft an METRO Kunden sowie der engen Zusammenarbeit mit den Kunden zur Überwindung der Krise. Nach Markteinschätzung1 entwickelte sich METRO in Deutschland und in einigen Ländern in Westeuropa besser als der Markt. Die Trader- und SCO-Kunden wachsen zudem kontinuierlich über Vorjahresniveau und tragen damit ebenfalls zu der positiven Entwicklung bei. In Lokalwährung ging der Gesamtumsatz im 3. Quartal 2019/20 um -17,4 % zurück. Der berichtete Umsatz sank um -19,8 % auf rund 5,6 Mrd. €. Im Neunmonatszeitraum 2019/20 hingegen ging der flächenbereinigte Umsatz aufgrund des beschleunigten Umsatzwachstums vor der Pandemie lediglich um -5,0 % zurück. In Lokalwährung ging der Gesamtumsatz im Neunmonatszeitraum 2019/20 ebenfalls um -5,0 % zurück. Der berichtete Umsatz verringerte sich um -5,5 % auf 19,1 Mrd. €.

Das bereinigte EBITDA ohne Transformationskosten und Ergebnisbeiträge aus Immobilientransaktionen erreichte im 3. Quartal 2019/20 insgesamt 175 Mio. € (Q3 2018/19: 373 Mio. €). Der Ergebnisrückgang ist nahezu vollständig auf den Umsatzrückgang im Zusammenhang mit den staatlichen Restriktionen sowie auf ein verändertes Konsumverhalten als Reaktion auf die COVID-19-Pandemie zurückzuführen. Kompensierend wirkten sich Kosteneinsparungen u. a. im Zuge des Effizienzprogramms in der Hauptverwaltung sowie Lizenzerlöse aus der Partnerschaft mit Wumei in China aus. Im 3. Quartal 2019/20 sind 1 Mio. € (Q3 2018/19: 0 Mio. €) Transformationskosten angefallen. Die Ergebnisbeiträge aus Immobilientransaktionen beliefen sich auf 2 Mio. € (Q3 2018/19: 32 Mio. €). Das EBITDA erreichte unter Berücksichtigung der Transformationskosten und der geringeren Ergebnisbeiträge aus Immobilientransaktionen 176 Mio. € (Q3 2018/19: 404 Mio. €).

Im Neunmonatszeitraum lag das bereinigte EBITDA ohne Transformationskosten und Ergebnisbeiträge aus Immobilientransaktionen bei 834 Mio. € (9M 2018/19: 1.033 Mio. €). Die staatlichen Maßnahmen im Kontext der COVID-19-Pandemie wirkten sich hier bei der Mehrheit der Segmente negativ aus. Kompensierend wirkten sich Kosteneinsparungen u. a. im Zuge des Effizienzprogramms in der Hauptverwaltung, ein verbessertes Ergebnis in der Logistik, Lizenzerlöse aus der Partnerschaft mit Wumei sowie eine stabile Entwicklung in Deutschland und Russland aus. Im Neunmonatszeitraum 2019/20 sind 46 Mio. € (9M 2018/19: 0 Mio. €) Transformationskosten angefallen. Diese sind ausschließlich im Segment Sonstige angefallen und betreffen insbesondere die erfolgreiche Restrukturierung der Hauptverwaltung. Die Ergebnisbeiträge aus Immobilientransaktionen beliefen sich auf 3 Mio. € (9M 2018/19: 66 Mio. €). Das berichtete EBITDA erreichte 791 Mio. € (9M 2018/19: 1.099 Mio. €).

METRO profitierte im 3. Quartal 2019/20 von der Diversifizierung des Geschäftsmodells. Die Trader- und SCO-Umsätze entwickelten sich positiv auf einem Wachstumsniveau deutlich über dem Vorjahr, wobei der Umsatzzuwachs mit SCO-Kunden sogar im niedrigen zweistelligen Bereich lag. Die SCO-Kunden schätzen die hohe Produktqualität, die Warenverfügbarkeit und die Sicherheit. Die unabhängigen Händler profitieren nachhaltig von den Franchise-Programmen und vom
E-Commerce-Angebot von METRO. Bei den HoReCa-Kunden wirkte sich in der Phase der Lockerungen der staatlichen Restriktionen die Präferenz für das stationäre Geschäft deutlich positiv aus. Dafür suchten die HoReCa-Kunden vermehrt die METRO Großmärkte auf, was zu einer überproportionalen Verschiebung zugunsten des stationären Geschäfts führte.

Olaf Koch, CEO der METRO AG, erklärt zur Geschäftsentwicklung: „METRO hat die Corona-Krise trotz deutlicher Umsatzrückgänge in der Lockdown-Phase bislang gut gemeistert und geht gestärkt aus ihr hervor. Anfang des 4. Quartals liefen die flächenbereinigten Umsätze bereits wieder auf Vorjahresniveau. Dazu beigetragen haben unter anderem die sehr erfreuliche Geschäftsentwicklung in Russland, die Kanal-Flexibilität mit Stationär- und Belieferungsgeschäft, unser Beitrag zum erfolgreichen Neustart der Selbstständigen in der Gastronomie sowie die zahlreichen Maßnahmen zur Stärkung der unabhängigen Händler. Das zahlt sich jetzt aus. Das Trader- und SCO-Umsatzwachstum liegt bereits auf Vor-Pandemie-Niveau, die HoReCa-Umsätze liegen oberhalb des Marktniveaus. Damit hat sich METRO vom Wettbewerb abgekoppelt und zugleich durch die erfolgreich durchgeführten Transaktionen von METRO China und Real mit einem Netto-Mittelzufluss von 1,9 Mrd. € und entsprechender Entschuldung die Voraussetzungen für Dividendenkontinuität geschaffen. Wir haben jetzt die notwendige Visibilität für eine neue Prognose für das Gesamtjahr 2019/20, die wir in dieser Woche veröffentlicht haben.“

1 “Independent Market” von Food Service Vision, DWH, npdgroup CREST Panel, NPD / FEREALALBERGHI / INSTAT

 

METRO Q3 2018/19
(in Mio. €)1, 2
Q3 2019/20
(in Mio. €)
Abweichung
Umsatz 6.940 5.568 -19,8%
EBITDA bereinigt (ohne Transformationskosten und Ergebnisbeiträge aus Immobilientransaktionen) 373
175
-53,0%
Transformationskosten 0
1
-
Ergebnisbeiträge aus Immobilientransaktionen 32
2
-94,4%
EBITDA 404
176
-56,5%
EBIT 212
-21
-
Ergebnis vor Steuern (EBT) 153
-59
-
Periodenergebnis aus fortgeführten Aktivitäten3 90
140
-
Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Aktivitäten (€)3 0,25
-0,38
-
Periodenergebnis3 115
512
-
Ergebnis je Aktie (€) 0,32
1,41
-

1 Vorjahresanpassung aufgrund nicht fortgeführter Aktivitäten METRO China.
2 Vorjahresanpassung aufgrund voll rückwirkender Anwendung des IFRS 16 (Leasingverhältnisse).
3 Entfallend auf METRO Anteilseigner.

 

METRO 9M 2018/19
(in Mio. €)1, 2
9M 2019/20
(in Mio. €)
Abweichung
Umsatz 20.226 19.123 -5,5%
EBITDA bereinigt (ohne Transformationskosten und Ergebnisbeiträge aus Immobilientransaktionen) 1.033
834
-19,2%
Transformationskosten 0
46
-
Ergebnisbeiträge aus Immobilientransaktionen 66
3
-95,9%
EBITDA 1.099
791
-28,0%
EBIT 528
163
-69,2%
Ergebnis vor Steuern (EBT) 351
-36
-
Periodenergebnis aus fortgeführten Aktivitäten3 205
-135
-
Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Aktivitäten (€)3 0,56
-0,37
-
Periodenergebnis3 298
391
31,3%
Ergebnis je Aktie (€) 0,82
1,08
31,3%

1 Vorjahresanpassung aufgrund nicht fortgeführter Aktivitäten METRO China.
2 Vorjahresanpassung aufgrund voll rückwirkender Anwendung des IFRS 16 (Leasingverhältnisse).
3 Entfallend auf METRO Anteilseigner.

 

Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Der flächenbereinigte Umsatz von METRO in Deutschland ist im 3. Quartal 2019/20 um -9,5 % zurückgegangen. Dies ist insbesondere auf einen deutlichen Umsatzrückgang bei den HoReCa-Kunden im Zuge der COVID-19-Pandemie zurückzuführen. Während METRO Deutschland diesen Rückgang zu einem relevanten Teil durch die positive Entwicklung des SCO-Geschäfts kompensieren konnte, war Rungis Express stärker von den Restriktionen betroffen. Der berichtete Umsatz von METRO Deutschland sank um -9,4 % auf 1,1 Mrd. €. Im Neunmonatszeitraum 2019/20 sank der flächenbereinigte Umsatz um -1,9 %, der berichtete Umsatz ging ebenfalls um -1,9 % auf 3,5 Mrd. € zurück.

In Westeuropa (ohne Deutschland) sank der flächenbereinigte Umsatz im 3. Quartal 2019/20 um -32,8 %. Hier machten sich insbesondere in der ersten Hälfte des 3. Quartals die Auswirkungen der temporären Restaurantschließungen im Rahmen der COVID-19-Pandemie in Frankreich, Italien und Spanien sowie bei Pro à Pro bemerkbar. Der berichtete Umsatz verringerte sich um -32,9 % auf rund 1,9 Mrd. €. In 9M 2019/20 sank der flächenbereinigte Umsatz um -13,0 %. Der berichtete Umsatz ging um -13,1 % auf rund 7 Mrd. € zurück.

In Russland entwickelte sich der flächenbereinigte Umsatz im 3. Quartal 2019/20 mit 6,0 % deutlich positiv. Hier wirkte sich eine erhöhte Nachfrage durch Trader- und SCO-Kunden positiv aus. Auch der Umsatz mit den HoReCa-Kunden zeigte im Laufe des Quartals eine Trendverbesserung, blieb jedoch unter Vorjahr. Zurückzuführen ist diese Entwicklung sowohl auf die seit langem eingeleiteten Maßnahmen zur Neupositionierung als auch auf Zusatzkäufe im Kontext der COVID-19-Pandemie. Der Umsatz in Landeswährung erhöhte sich um 6,5 %. Aufgrund von negativen Währungseffekten verringerte sich der berichtete Umsatz um -3,7 %. Im Neunmonatszeitraum 2019/20 stieg der flächenbereinigte Umsatz um 2,5 %. In Landeswährung stieg der Umsatz um 3,0 %. Der berichtete Umsatz stieg um 2,9 % auf 2,1 Mrd. €.

In Osteuropa (ohne Russland) sank der flächenbereinigte Umsatz im 3. Quartal 2019/20 um -7,4 %, vorwiegend aufgrund der staatlichen Restriktionen im Rahmen der COVID-19-Pandemie in der Mehrheit der Länder, wobei das Trader- und SCO-Geschäft kompensierend wirkte. In Landeswährung sank der Umsatz um -7,5 %. Aufgrund negativer Wechselkurseffekte, insbesondere in der Türkei, sank der berichtete Umsatz um -12,2 % auf 1,6 Mrd. €. Im Neunmonatszeitraum 2019/20 entwickelte sich der flächenbereinigte Umsatz mit 2,4 % positiv. Hierzu trugen vor allem die Türkei, die Ukraine und Rumänien bei. In Landeswährung stieg der Umsatz um 2,4 %. Der berichtete Umsatz stieg um 0,8 % auf 5,3 Mrd. €.

In Asien ging der flächenbereinigte Umsatz im 3. Quartal 2019/20 um -19,2 % zurück. Dies ist insbesondere auf die Umsatzentwicklung bei Classic Fine Foods, bei METRO Indien und METRO Japan als Folge der COVID-19-Pandemie zurückzuführen. In lokaler Währung sank der Umsatz um -18,9 %. Der berichtete Umsatz verringerte sich um -22,5 %. Im Neunmonatszeitraum 2019/20 ging der flächenbereinigte Umsatz um -5,2 % zurück. In lokaler Währung sank der Umsatz -5,0 %. Der berichtete Umsatz ging um -5,7 % auf 1,2 Mrd. € zurück.

Der Umsatz im Belieferungsgeschäft von METRO ging im 3. Quartal 2019/20 deutlich um -47,3 % zurück und erreichte einen Umsatzanteil von 12 % (Q3 2018/19: 18 %). Auch das Belieferungsgeschäft erholte sich im Verlauf des 3. Quartals, allerdings zeitversetzt zum stationären Geschäft. Aufgrund der höheren Flexibilität präferieren die Kunden derzeit den Einkauf im stationären Geschäft. Im Neunmonatszeitraum 2019/20 sank der Belieferungsumsatz um -15,3 % auf 2,9 Mrd. €. Damit beträgt der Umsatzanteil des Belieferungsgeschäfts 15 % (9M 2018/19: 17 %).

Zum 30. Juni 2020 umfasst das Standortnetz 679 Standorte, 2 Standorte mehr als zum Vorjahresstichtag. Im Neunmonatszeitraum 2019/20 wurde 1 Standort in der Ukraine eröffnet.

In Deutschland erreichte das EBITDA bereinigt (ohne Transformationskosten und Ergebnisbeiträge aus Immobilientransaktionen) im 3. Quartal 2019/20 31 Mio. € (Q3 2018/19: 40 Mio. €). Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf die durch COVID-19 bedingte rückläufige Umsatzentwicklung zurückzuführen. Im Neunmonatszeitraum 2019/20 betrug das EBITDA bereinigt 103 Mio. € (9M 2018/19: 101 Mio. €). Hier wirkte sich die gute Umsatzentwicklung im 1. Halbjahr 2019/20 positiv aus.

In Westeuropa (ohne Deutschland) lag das EBITDA bereinigt im 3. Quartal 2019/20 bei 18 Mio. € (Q3 2018/19: 186 Mio. €). Dieser Rückgang ist im Wesentlichen eine Folge des Umsatzrückgangs in Frankreich, Italien und Spanien sowie bei Pro à Pro, wo sich die staatlichen Einschränkungen für die Gastronomie im Zuge der COVID-19-Pandemie erheblich negativ auswirkten. Die Ergebnisbeiträge aus Immobilientransaktionen betrugen im 3. Quartal 2019/20 0 Mio. € (Q3 2018/19: 29 Mio. €). Im Neunmonatszeitraum 2019/20 lag das EBITDA bereinigt bei 245 Mio. € (9M 2018/19: 448 Mio. €).

Das EBITDA bereinigt in Russland lag im 3. Quartal 2019/20 bei 53 Mio. € (Q3 2018/19: 60 Mio. €). Das EBITDA bereinigt ist durch Währungseffekte in Höhe von -6 Mio. € belastet. Im Neunmonatszeitraum 2019/20 betrug das EBITDA bereinigt 177 Mio. € (9M 2018/19: 177 Mio. €). Das EBITDA betrug 177 Mio. € (9M 2018/19: 177 Mio. €). Ein nennenswerter Währungseffekt ergab sich hier nicht.

In Osteuropa (ohne Russland) lag das EBITDA bereinigt im 3. Quartal 2019/20 bei 75 Mio. € (Q3 2018/19: 96 Mio. €). Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf die COVID-19 bedingte rückläufige Umsatzentwicklung insbesondere in Ungarn, Rumänien, Tschechien und Polen zurückzuführen. Im Neunmonatszeitraum 2019/20 betrug das EBITDA bereinigt 256 Mio. € (9M 2018/19: 271 Mio. €). Angepasst um Währungseffekte ging das EBITDA bereinigt in Osteuropa um -11 Mio. € zurück.

In Asien betrug das EBITDA bereinigt im 3. Quartal 2019/20 -6 Mio. € (Q3 2018/19: 9 Mio. €). Dies ist insbesondere ein Resultat der Entwicklung bei Classic Fine Foods sowie bei METRO Indien und METRO Japan aufgrund der staatlichen Restriktionen im Rahmen der COVID-19-Pandemie. Im Neunmonatszeitraum 2019/20 lag das EBITDA bereinigt bei 5 Mio. € (9M 2018/19: 34 Mio. €). Die Ergebnisbeiträge aus Immobilientransaktionen betrugen im Neunmonatszeitraum 2019/20 0 Mio. € (9M 2018/19: 31 Mio. €).

Im Segment Sonstige lag das EBITDA bereinigt im 3.Quartal 2019/20 bei 6 Mio. € (Q3 2018/19: -18 Mio. €). Hier wirkten sich Kosteneinsparungen durch Effizienzmaßnahmen in der Hauptverwaltung sowie Lizenzerlöse aus der Partnerschaft mit Wumei aus. Es sind Transformationskosten in Höhe von 1 Mio. € (Q3 2018/19: 0 €) angefallen. Somit lag das EBITDA im 3. Quartal 2019/20 bei 5 Mio. € (Q3 2018/19: 5 Mio. €). Im Neunmonatszeitraum 2019/20 lag das EBITDA bereinigt bei 48 Mio. € (9M 2018/19: 2 Mio. €). Hierbei konnten die im Vorjahr enthaltenen Erträge aus Schadenersatz im niedrigen zweistelligen Millionenbereich, die im Wesentlichen im Segment Sonstige anfielen, zu großen Teilen durch Kosteneinsparungen u. a. im Zuge des Effizienzprogramms in der Hauptverwaltung, ein verbessertes Ergebnis in der Logistik sowie durch Lizenzerlöse aus der Partnerschaft mit Wumei kompensiert werden.

Das auf die METRO Anteilseigner entfallende Periodenergebnis der fortgeführten Aktivitäten betrug im 3. Quartal 2019/20 -140 Mio. € (Q3 2018/19: 90 Mio. €). Das auf die METRO Anteilseigner entfallende Periodenergebnis der fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten betrug 512 Mio. € (Q3 2018/19: 115 Mio. €).

Das Periodenergebnis der fortgeführten Aktivitäten entfallend auf METRO Anteilseigner erreichte im Neunmonatszeitraum 2019/20 -135 Mio. € (9M 2018/19: 205 Mio. €). Das Periodenergebnis der fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten entfallend auf METRO Anteilseigner wuchs im Neunmonatszeitraum 2019/20 auf 391 Mio. € (9M 2018/19: 298 Mio. €).

Das Ergebnis je Aktie (EPS) aus fortgeführten Aktivitäten lag im 3. Quartal 2019/20 bei -0,38 € (Q3 2018/19: 0,25 €). Das Ergebnis je Aktie (EPS) aus fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten lag bei 1,41 € (Q3 2018/19: 0,32 €).

Im Neunmonatszeitraum 2019/20 sank das Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Aktivitäten auf -0,37 € (9M 2018/19: 0,56 €), einschließlich der nicht fortgeführten Aktivitäten lag es bei 1,08 € (9M 2018/19: 0,82 €).

Aus der betrieblichen Tätigkeit resultierte in 9M 2019/20 ein Mittelzufluss in Höhe von 0,0 Mrd. € (9M 2018/19: 0,3 Mrd. € Mittelzufluss). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug -0,2 Mrd. € (9M 2018/19: -0,1 Mrd. €) und betrifft im Wesentlichen Investitionen in Sachanlagen und in als Finanzinvestition gehaltene Immobilien. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug -0,1 Mrd. € (9M 2018/19: -0,4 Mrd. €). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit aus nicht fortgeführten Aktivitäten in Höhe von 1,3 Mrd. € ergibt sich im Wesentlichen aus dem Verkauf der Mehrheitsbeteiligung an METRO China und dem Verkauf des SB-Warenhausgeschäfts.

Die Nettoverschuldung betrug zum 30. Juni 2020 insgesamt 4,4 Mrd. € (30. Juni 2019: 6,2 Mrd. €) und konnte insbesondere durch die Transaktionserlöse deutlich reduziert werden.

METRO Umsatz- und Ergebniskennzahlen1, 2 Q3 2019/20

METRO Umsatz (Mio. €) Abweichung (€) Abweichung
(lokale Währung)
flächenbereinigt
(lokale Währung)

Q3 2018/19 Q3 2019/20 Q3 2018/19 Q3 2019/20 Q3 2018/19 Q3 2019/20 Q3 2018/19 Q3 2019/20
Gesamt
6.940 5.568 -2,4% -19,8% 3,2% -17,4% 3,1% -17,5%
Deutschland
1.205 1.092 3,0% -9,4% 3,0% -9,4% 3,6% -9,5%
Westeuropa (ohne Deutschland) 2.784 1.869 2,2% -32,9% 2,2% -32,9% 2,2% -32,8%
Russland 671
646 -0,8% -3,7% -3,2% 6,5% -4,8% 6,0%
Osteuropa (ohne Russland)
1.846 1.620 3,4% -12,2% 7,3% -7,5% 7,1% -7,4%
Asien 427
331 4,5% -22,5% 5,4% -18,9% 3,8% -19,2%
Sonstige
8
11 - - - - -
-

1 Vorjahresanpassung aufgrund nicht fortgeführter Aktivitäten METRO China.

 


EBITDA bereinigt Transformations­kosten Ergebnisbeiträge aus Immobilien­transaktionen EBITDA
in Mio. €
Q3 2018/19 Q3 2019/20 Ab­weichung
(in €)
Q3 2018/19 Q3 2019/20 Q3 2018/19 Q3 2019/20 Q3 2018/19 Q3 2019/20
Gesamt 373
175 -197 0 1 32 2 404 176
Deutschland
40
31 -9
0 0 0
0 40
31
Westeuropa (ohne Deutschland)
186
18 -168
0
0 29
0 215
18
Russland 60
53 -7
0
0 0
0 60
53
Osteuropa (ohne Russland) 96
75 -21 0
0 0
2 96
77
Asien 9
-6 -15
0 0 0
0 9
-6
Sonstige
-18
6 24
0
1 2 0 -16 5
Konsolidierung
-1
-1
0
0
0
0
0
-1
-1

1 Vorjahresanpassung aufgrund nicht fortgeführter Aktivitäten METRO China.
2 Vorjahresanpassung aufgrund voll rückwirkender Anwendung des IFRS 16 (Leasingverhältnisse).

 

METRO Umsatz- und Ergebniskennzahlen1, 2 9M 2019/20

METRO Umsatz (Mio. €) Abweichung (€) Abweichung
(lokale Währung)
flächenbereinigt
(lokale Währung)

9M 2018/19 9M 2019/20 9M 2018/19 9M 2019/20 9M 2018/19 9M 2019/20 9M 2018/19 9M 2019/20
Gesamt
20.226 19.123 0,3% -5,5% 2,2% -5,0% 2,1% -5,0%
Deutschland
3.581 3.514 -0,7% -1,9% -0,7% -1,9% 0,2% -1,9%
Westeuropa (ohne Deutschland) 8.038 6.985 1,1% -13,1% 1,1% -13,1% 1,0% -13,0%
Russland 2.044
2.104 -7,5% 2,9% -2,8% 3,0% -3,7% 2,5%
Osteuropa (ohne Russland) 5.256 5.298 2,2% 0,8% 6,8% 2,4% 6,7% 2,4%
Asien 1.270
1.197 4,6% -5,7% 7,6% -5,0% 5,4% -5,2%
Sonstige
36
25 - - - - -
-

1 Vorjahresanpassung aufgrund nicht fortgeführter Aktivitäten METRO China.

 


EBITDA bereinigt Transformations­kosten Ergebnisbeiträge aus Immobilien­transaktionen
EBITDA
in Mio. €
9M 2018/19 9M 2019/20 Ab­weichung
(in €)
9M 2018/19 9M 2019/20 9M 2018/19 9M 2019/20 9M 2018/19 9M 2019/20
Gesamt 1.033
834 -198 0 46 66 3 1.099 791
Deutschland
101
103 2
0 0 0
0 101
103
Westeuropa (ohne Deutschland) 448
245 -203
0
0 29
1 477
246
Russland 177
177 0
0
0 0
0 177
177
Osteuropa (ohne Russland) 271
256 -15
0
0 2
2 274
258
Asien 34
5 -29
0 0 31
0 65
5
Sonstige
2
48 46
0
46 4 0 5 1
Konsolidierung
-1
0
1
0
0
0
0
-1
0

1 Vorjahresanpassung aufgrund nicht fortgeführter Aktivitäten METRO China.
2 Vorjahresanpassung aufgrund voll rückwirkender Anwendung des IFRS 16 (Leasingverhältnisse).

 

Nicht fortgeführter Bereich

Die Entwicklung des laufenden Geschäfts der nicht fortgeführten Aktivitäten erlaubt keinen adäquaten Vergleich zum Vorjahr, da METRO China lediglich anteilig bis zum 22. April 2020 und das SB-Warenhausgeschäft anteilig bis zum 24. Juni 2020 enthalten ist. Bis zu diesem Zeitpunkt entwickelte sich im 3. Quartal 2019/20 sowohl bei METRO China als auch beim SB-Warenhausgeschäft der Umsatz spürbar über Vorjahr.

Im 3. Quartal 2019/20 ist ein Bewertungs-/Veräußerungsergebnis nach Steuern für den Verkauf des SB-Warenhausgeschäfts und der Mehrheitsbeteiligung an METRO China in Höhe von 542 Mio. € angefallen. Auf METRO China entfielen 943 Mio. € und auf das SB-Warenhausgeschäft -401 Mio. €, wobei im Ergebnis des SB-Warenhausgeschäfts überwiegend Wertminderungen auf die Veräußerungsgruppe enthalten sind. Im Neunmonatszeitraum 2019/20 beläuft sich das Bewertungs-/ Veräußerungsergebnis nach Steuern auf insgesamt 239 Mio. €.

 

METRO ist ein führender internationaler Großhändler mit Food- und Nonfood-Sortimenten, der auf die Bedürfnisse von Hotels, Restaurants und Caterern (HoReCa) sowie von unabhängigen Händlern spezialisiert ist. Die weltweit rund 16 Millionen METRO Kunden können wahlweise in einem der großflächigen Märkte einkaufen, online bestellte Ware dort abholen oder sich beliefern lassen. Mit digitalen Lösungen unterstützt METRO zudem die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmern und Selbstständigen und trägt damit zur kulturellen Vielfalt in Handel und Gastronomie bei. Nachhaltigkeit ist für METRO ein wesentlicher Pfeiler sämtlicher Aktivitäten, im Dow Jones Sustainability Index ist METRO Branchen-Primus in Europa. Das Unternehmen ist in 34 Ländern aktiv und beschäftigt weltweit mehr als 100.000 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2018/19 erwirtschaftete METRO einen Umsatz von 27,1 Mrd. €.