METRO schafft mehr Transparenz beim CO₂-Fußabdruck von Produkten

15. Juni 2026

Kunden können CO₂-Emissionen auf Produktebene vergleichen und Einkaufs- sowie Reportingentscheidungen unter Einbeziehung dieser Informationen treffen.


Ab sofort schafft METRO mehr Transparenz im Sortiment: Für alle Produkte werden modellierte Product Carbon Footprints (PCF) berechnet und zunächst Großkunden auf Anfrage zur Verfügung gestellt. Damit werden erstmals CO2-Emissionswerte je Produkt sichtbar – von der Rohstoffgewinnung bis zum Kunden.

CO₂-Fußabdruck von Produkten

Ein typischer Anwendungsfall: der CO2-Fußabdruck eines gesamten Warenkorbs

Neu ist, dass diese Daten nicht mehr nur in der Gesamtbetrachtung vorliegen, sondern erstmals einzelnen Produkten zugeordnet werden können und so direkte Vergleiche ermöglichen. Ivonne Bollow, Senior Vice President Corporate Communications, Public Policy & Responsibility bringt es auf den Punkt: „Bisher konnten wir nur sagen, wie hoch die CO2-Emissionen im Durchschnitt sind, aber nicht, welches einzelne Produkt wie abschneidet. Genau das ändert sich jetzt: Wir machen Emissionen auf Produktebene sichtbar und schaffen damit eine zusätzliche Grundlage für Vergleiche zwischen Produkten auf Basis der verwendeten Methodik.“

Mehr Transparenz in der Lieferkette: Warum Product Carbon Footprints entscheidend sind

Ein Großteil der Emissionen im Lebensmittel­handel entsteht entlang der Lieferkette (Scope 3), vor allem bei eingekauften Waren und Dienstleistungen. Genau hier setzen die Product Carbon Footprints an. Für HoReCa-Kunden entsteht dadurch eine zusätzliche datenbasierte Grundlage für Einkaufs­entscheidungen. Die PCF-Daten machen emissions­relevante Unterschiede zwischen Produkten sichtbar und können dazu beitragen, Nachhaltigkeits­kriterien stärker in Einkaufs­entscheidungen einzubeziehen. Gleichzeitig unterstützen die Daten bei regulatorischen Anforderungen und schaffen Transparenz gegenüber Gästen. Auch für METRO selbst wird Nachhaltigkeit damit stärker Teil des Kerngeschäfts. Emissionsdaten können verstärkt in Einkaufs- und Lieferanten­entscheidungen einfließen und bilden die Grundlage für gezielte Reduktions­maßnahmen entlang der Wertschöpfungs­kette, um einen Beitrag zur Erreichung der jeweiligen Klimaziele zu leisten.

Konkrete Anwendung im Alltag

Das Angebot richtet sich zunächst an Großkunden von METRO Deutschland, insbesondere aus System­gastronomie und Hotellerie. Gerade hier gibt es bereits konkrete Anforderungen und regulatorische Vorgaben im Bereich Nachhaltigkeit und entsprechend hoch ist der Bedarf an belastbaren, produktscharfen Emissionsdaten. Die Kunden können Emissionen einzelner Produkte vergleichen und sich den CO2-Fußabdruck ganzer Warenkörbe berechnen lassen (dabei sind Abweichungen zu tatsächlichen Emissionen möglich). Sortimente lassen sich so künftig nicht nur nach Preis und Qualität steuern, sondern auf Grundlage der verfügbaren Emissionsdaten zusätzlich unter Berücksichtigung von Emissionswerten bewerten.

Für HoReCa-Kunden ergeben sich dadurch zusätzliche Möglichkeiten, produktbezogene Emissions­informationen in Einkaufs-, Berichts- und Kommunikations­prozesse einzubeziehen. Sie können produktbezogene Emissions­informationen gegenüber Gästen und Geschäfts­partnern dokumentieren und nachvollziehbar darstellen. Transparenz auf Produktebene gewinnt in diesem Zusammenhang zunehmend an Bedeutung für Kunden, Geschäftspartner und weitere Stakeholder.

Methodik & Fakten

Die Berechnung basiert auf externen Datenbanken wie Agribalyse sowie Studien von Poore & Nemecek, kombiniert mit internen Verkaufsdaten, etwa zu Herkunft und Mengen. Die Emissionen werden einheitlich in Kilogramm CO2-Äquivalent pro Kilogramm Produkt angegeben. Der Ansatz basiert derzeit auf Sekundärdaten, wodurch Abweichungen von den tatsächlichen Emissionen möglich sind. Eine Ergänzung durch Primärdaten aus der Lieferkette ist geplant.

Emissionsdaten werden zum Standard

Die Einführung von Product Carbon Footprints bei METRO ist Teil der Entwicklung im B2B-Handel (Business-to-Business). Emissionsdaten entwickeln sich zu einer zentralen Steuerungsgröße neben Preis, Qualität und Verfügbarkeit. Gleichzeitig gewinnt Transparenz auf Produktebene im Lebensmittel­großhandel an Bedeutung: Product Carbon Footprints machen Emissionen entlang der Lieferkette sichtbar und schaffen eine vergleichbare Entscheidungs­grundlage.

Für METRO stellt das Angebot einen weiteren Baustein zur Weiterentwicklung als datenbasierter Partner für HoReCa-Kunden im Multichannel-Geschäft dar. Die Methodik ist auf weitere Länder übertragbar und perspektivisch skalierbar.

Interessierte Kunden können ihre PCF-Anfrage jederzeit an co2@metro.de Stichwort „PCF“ stellen.

PCF Insights

Was ist der Product Carbon Footprint (PCF) bei METRO? 

Der Product Carbon Footprint gibt die geschätzten Treibhausgas­emissionen eines Produkts über seinen gesamten Lebenszyklus in CO2-Äquivalenten an.

Was ist neu an den Product Carbon Footprints (PCF) von METRO?

Neu ist die Bereitstellung von CO2-Emissionswerten auf Produktebene für das gesamte Sortiment. Kunden können Emissionen auf Produktebene analysieren und die bereitgestellten Emissions­informationen in ihre Einkaufs­entscheidungen einbeziehen.

Warum sind Product Carbon Footprints (PCF) für den Markt relevant?

Da der Großteil der Emissionen in der Lieferkette entsteht, schaffen Product Carbon Footprints eine zusätzliche Datengrundlage, um Emissionsaspekte in operative Entscheidungen einzubeziehen.

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