METROs Klimastrategie hat ein bestätigtes deutlich-unter-2°C Ziel

01. August 2019
Seit Jahren verfolgt METRO bereits eine klare Klimastrategie. Nun hat sich der Großhandels- und Lebensmittelspezialist seine Klimaziele als erstes Handelsunternehmen in Deutschland von der Science Based Targets initiative bestätigen lassen.
Höheres Tempo bei Klimaschutz und Energiewende - Solarzellendach
Erneuerbare Energien sind Bestandteil von METROs Klimastrategie

Eingereicht hat die METRO AG die Verpflichtung, Treibhausgasemissionen der Kategorie 1 (z.B. Fluorgase aus der Kühlung in den Großhandelsmärkten) und 2 (z.B. Emissionen aus bezogenem Strom) bis 2030 um 60 % pro Quadratmeter Verkaufs- und Lieferfläche gegenüber dem Basisjahr 2011 zu reduzieren. Verpflichtet hat sich der internationale Großhandelsspezialist zudem dazu, die absoluten Treibhausgasemissionen der Kategorie 3 (vorgelagerte Prozesse, z.B. entlang der Lieferkette oder Dienstfahrten, sowie nachgelagerte Prozesse, z.B. Belieferung der Kunden) bis 2030 um 15 % gegenüber dem Basisjahr 2018 zu reduzieren.

Validiert wurden diese Ziele nun von der Science Based Targets initiative (SBTi). Die Initiative ist ein gemeinsames Projekt von CDP, dem Global Compact der Vereinten Nationen (UNGC), dem World Resources Institute (WRI), dem World Wide Fund for Nature (WWF) sowie der We Mean Business Coalition.

Die Initiative arbeitet darauf hin, Unternehmen mit einer wissenschaftlich fundierten Zielsetzung beim Übergang zum emissionsarmen Wirtschaften zu unterstützen. Das übergeordnete Ziel der Science Based Target initiative ist es, dass bis 2020 die Festlegung wissenschaftlich fundierter Ziele zum Standard der Unternehmenspraxis wird und Unternehmen so eine wichtige Rolle bei der Senkung der globalen Treibhausgasemissionen spielen werden.

Wissenschaftlich fundierte Ziele sind Emissionsminderungsziele im Einklang mit den neuesten Erkenntnissen der Klimawissenschaft, um die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen, die globale Erwärmung auf deutlich unter 2°C über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen und damit die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu verhindern.

Nach Einschätzung der Science Based Target initiative arbeitet METRO  mit den eingereichten Verpflichtungen in Kategorie 1 und 2 auf ein „deutlich unter 2°C“ Klimaziel hin. Die Klimaziele der METRO stehen damit in Einklang mit den Reduzierungen, die erforderlich sind, um die Erwärmung auf deutlich unter 2°C zu halten.

Stand heute haben 233 Unternehmen die Bestätigung ihrer wissenschaftlich fundierten Ziele durch die Science Based Target initiative erhalten, 8 davon in Deutschland. METRO ist das erste Handelsunternehmen in Deutschland mit bestätigten wissenschaftlich fundierten Klimazielen.

Der internationale Großhandels- und Lebensmittelspezialist arbeitet bereits seit vielen Jahren engagiert an seiner Klimastrategie. Nach dem Greenhouse Gas Protocol (GHG), das den wissenschaftsbasierten Zielen der Science Based Target initiative zugrunde liegt, wurde bereits 2011 ein erstes Klimaziel gesetzt. Zur Erreichung des Klimaziels verfolgt METRO u.a. folgende Aktivitäten:

Kategorie 1 (Scope 1): 
Emissionen aus Kältemitteln: Bis 2030 sollen die Emissionen aus Kältemitteln um 90 % gegenüber 2011 reduziert werden. Dies wird durch die weitere Forcierung unseres F-Gas-Exit-Programms (Substitution von Fluorgasen bei der Kühlung durch natürliche Gase) sowie die Reduzierung der Leckraten erreicht.

Kategorie 2 (Scope 2): 
Energie – METRO baut den Bezug erneuerbarer Energien, teils mit Installationen direkt am Markt, kontinuierlich aus. Zudem setzt der Großhändler auf energieeffiziente Techniken und ein wachsendes Bewusstsein der Mitarbeiter*innen für den ressourcenschonenden Umgang mit Strom.

Kategorie 3 (Scope 3): 
Berufsverkehr: Als Gründungsmitglied der EV*100 fördert METRO den Übergang zu Elektromobilität für Mitarbeiter*innen und Kunden*innen mit der Bereitstellung einer wachsenden Ladeinfrastruktur an den Stores sowie an der Unternehmenszentrale 

Flexibles Arbeiten: Bis zu 3 Home-Office Tage pro Woche sind für Mitarbeiter*innen der METRO AG möglich, so können Emissionen durch den Berufspendlerverkehr gespart und gleichzeitig eine flexible Arbeitswelt gefördert werden.

Produkte in vorgelagerten Prozessen: METRO setzt, wo möglich, auf regionale Lieferanten, um das Emissionsaufkommen durch Lieferverkehr möglichst gering zu halten.

Abfallmanagement in nachgelagerten Prozessen: METRO arbeitet seit 2014 an einer Verpackungsoptimierungs-Offensive. Bis September 2018 sind bereits rund 11.000 Eigenmarken-Produkte einer Verpackungsoptimierungsprüfung unterzogen worden. Das Ziel: Gewicht, Materialstärke, Abmessungen und Schichten einer Verpackung reduzieren. Seit 2014 konnten so bereits 400 Tonnen Verpackungsmaterial eingespart werden. Als Teil seiner Verpflichtung in der New Plastics Economy der Ellen MacArthur Foundation hat sich der Großhändler zudem das Ziel gesetzt, bis September 2023 weitere 300 Tonnen Kunststoffverpackung einzusparen (Basis: Oktober 2018).

Als Mitglied im Consumer Goods Forum hat sich METRO zudem verpflichtet, bis 2025 Lebensmittelabfälle im eigenen Unternehmen zu halbieren. Dazu arbeiten die Großmärkte eng mit den jeweiligen nationalen Tafeln und Lebensmittelbanken in inzwischen 21 Ländern zusammen. Zudem setzt der Großhändler auf die Zusammenarbeit mit innovativen Start-ups wie TooGoodToGo, SirPlus, WholeSurplus oder tsenso.